Australien Traumreiseziel und Heimat gefährlicher Tiere

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Australien ist allein schon wegen seiner Entfernung zu Europa für uns ein Traumziel für einen Urlaub. Die Australier gelten als sehr offen und gastfreundlich. Viele Menschen lockt in Australien vor allem die Naturschauspiele und die Tierwelt. Allein das Great Barrier Riff und der Ayers Rock locken jährlich viele Besucher an.

Und wer möchte nicht gern einmal ein Känguru oder einen kuscheligen Koalabären in einem der Naturparks in der freien Natur erleben. Was allerdings viele nicht wissen, ist, dass Australien auch die Heimat von vielen giftigen und gefährlichen Tieren ist, die auch einen Menschen durchaus in Lebensgefahr bringen können. Wir möchten Ihnen hier einige von ihnen näher vorstellen.

1. Die Seeschlange – eine der giftigsten Schlangen der Welt

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Wer in Australien am Great Barrier Riff tauchen möchte, sollte wissen, dass hier eine der giftigsten Schlangen der Welt beheimatet ist. Sie ist der Umgebung des Riffs sehr gut angepasst und kann dank ihres paddelähnlichen Schwanzes schwimmen. Sie meidet normalerweise den Menschen, aber man sollte trotzdem über sie Bescheid wissen. Bereits 0,05 Gramm ihres Giftes können tödlich sein.

Da sie im Wasser lebt, und ihre Beute nicht durch Riechen verfolgen kann, muss sie sich diese mit einem tödlichen Biss sichern. Schnell treten beim Opfer Lähmungserscheinungen ein. Durch das Gift werden die Nieren geschädigt und wenn die Atemmuskulatur komplett gelähmt ist, stirbt das Opfer.

2. Wie im Film – der weiße Hai

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Der weiße Hai ist der größte Raubfisch. Er ist vor allem im Südwesten Australiens, aber auch in der Byron Bay, zu finden. Er ist die Haiart, die am häufigsten Menschen angreift. Aufgrund seiner Größe, seiner Kraft und seiner Aggressivität kann er für Menschen sehr gefährlich sein.

Vor allem von Angriffen des weißen Hais betroffen, sind Surfer, wenn sie am frühen Morgen oder Abends in der Dämmerung in der Nähe von Robbenkolonien ins Wasser gehen. Da es sehr aufregend ist, einem weißen Hai in der Natur zu begegnen, wird in Australien Käfigtauchen angeboten. Auge in Auge mit solch einem Tier zu sein treibt bestimmt den Adrenalinspiegel in die Höhe.

3. Wunderschöne, aber gefährlich – die Kegelschnecke

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Sammler schätzen die Kegelschnecke wegen der schönen Formen und Mustern ihres Gehäuses. Aber beim Sammeln ist durchaus Vorsicht geboten. Die Schnecken sind mit einem Giftapparat ausgestattet, mit dem sie jeden Winkel ihres Gehäuses erreichen können. Sie können bei Tauchern sogar deren Handschuhe und Anzüge durchstechen. Ihr Stich gleicht dem einer Hornisse, ist jedoch hochgiftig.

Da die Schnecken oft in seichtem Wasser am Strand zu finden sind, sind sie vor allem für Kinder, die durch ihr Gehäuse angelockt werden, gefährlich. Das Gift der Schnecke löst Taubheitsgefühle, Probleme mit der Koordination und Schwäche aus und kann sogar zu Atemstillstand und zum Tod führen.

4. Nomen est Omen – der Steinfisch

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Der Steinfisch, der sich genauestens dem felsigen Untergrund anpassen kann, ist einer der giftigsten Fische der Welt. Beheimatet ist er in den Gewässern von Queensland. Da sie sich so perfekt tarnen können, lassen sie sich durch nichts aufschrecken. Sie warten manchmal tagelang in der gleichen Stellung auf ihre Beute.

Aus diesem Grund ist der Fisch auch für Menschen gefährlich, denn wenn ein Mensch ihn aus Versehen tritt oder anstößt, kann es für den Menschen tödlich enden. Der Steinfisch hat in seiner Rückenflosse 13 Stacheln, die jeweils zwei Giftdrüsen enthalten. Ihr Gift wirkt sehr schnell, ist sehr schmerzhaft und führt zur Zerstörung von Gewebe, Lähmungen und zu Herzrhythmusstörungen.

5. Wie ein Gespenst im Wasser – die Seewespe

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Die Seewespe ist fast unsichtbar im Wasser. Sie zählt zu den Würfelquallen und ist in tropischen und subtropischen Gewässern beheimatet. In Australien ist sie zwischen Fraser Island in Queensland und Exmouth im Westen Australiens zu finden. Sie ist eines der giftigsten Tiere der Welt. Sie hat tausende Nesselzellen an den Tentakeln, die das gefährliche Gift enthalten.

Sie gibt es bei Berührung direkt ab und es dringt in die Haut des Menschen ein. Innerhalb von 30 Minuten entstehen starke Schmerzen, die Haut wird verätzt. Weiterhin kommt es zu Übelkeit, Muskelkrämpfen und Lähmungen. Es sorgt oftmals innerhalb weniger Minuten für die Lähmung von Muskulatur und Atmung.

6. Ein Überbleibsel aus der Urzeit – das Leistenkrokodil

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Das Leistenkrokodil, auch als Salzwasserkrokodil bekannt, wird über fünf Metern lang und ist die größte Krokodilart der Welt. Sie sind vorwiegend im Ozean, aber auch in Brackwasser, Flüssen und Sümpfen im Land zu finden, da sie sowohl im Salz- als auch in Süßwasser leben können.

Man findet sie vor allem in Nordaustralien. Fische und Wasserschildkröten, aber auch Säugetiere und Vögel sind ihre Nahrung. Wenn sie eine Beute gepackt haben, ziehen sie sie unter Wasser, um sie zu ertränken. Sie greifen auch häufig Menschen an. An bestimmten Stellen sind sie eine Touristenattraktion. Dort werden sie von einem Boot aus mit großen Fleischstücken an einer Angel angelockt.

7. Nichts für Menschen mit Arachnephobie – die Trichternetzspinne

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Die Sydney-Trichternetzspinne ist die giftigste Spinne der Welt. Ihr Biss kann innerhalb von 15 Minuten einen Menschen töten. Sie wird bis zu 50 mm groß und lebt im Umkreis von 160 km von der Stadt Sydney. Ihr Biss löst Schmerzen und Schwellungen, Zucken der Gesichtsmuskeln und unkontrollierten Speichelfluss aus.

1980 wurde ein Gegengift entwickelt und seither sind dadurch schon einige Leben gerettet worden. Wenn der Gestochene nicht schnell versorgt wird, können Ohnmacht, Koma und Herzstillstand eintreten. Da die Spinne ihre Netze gerne rund um Häuser baut und bei Regen in trockenen Häusern ihre Partner sucht, trifft man sie recht häufig an.

8. Lange Beine und ein roter Rücken – die Rotrückenspinne

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Die Rotrückenspinne ist ein Vertreter der Schwarzen Witwen. Obwohl sie mit zwei bis drei Zentimetern recht klein ist, ist sie sehr giftig. Sie ist an den roten Farbflecken auf Ihrem Rücken erkennbar. Sie ist nicht aggressiv, sondern beißt nur, wenn sie in die Enge getrieben wird. Sie legt vorwiegend in Schuppen, Lagerräumen, Briefkasten und in Ecken von Häusern, sodass man ihr relativ oft begegnen kann.

Ihr Gift wirkt sehr langsam, kann aber, wenn nicht behandelt, tödlich sein. Der ursprüngliche Biss wird kaum wahrgenommen, der der Schmerz im Bauchbereich dafür um so mehr. Das Gift führt zu Krämpfen und wenn es das Atemzentrum lähmt, kann das zum Tod führen.

9. Schlank und reaktionsschnell – die King Brown Snake

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Die King Brown Snake, auch Mulgaschlange genannt, aus der Familie der Giftnattern ist nur die zweitgiftigste Schlange. Man findet sie überall in Australien, sogar in den Vororten der größeren Städte. Die Schlange ist schlank und wird bis zu zwei Metern lang. Sie hat eine hell-beige, gelbe oder graue Farbe, kann aber auch komplett braun sein.

Bei Gefahr richtet sie den vorderen Körperteil auf, reißt das Maul auf und spreizt den Nacken leicht ab. Wenn das nicht ausreicht, beißt sie mehrere Male zu. Ihr Gift ruft Schmerzen im Bauchbereich, Bewusstseinsstörungen, zerebrale Krampfanfälle und Lähmungen hervor. Pro Biss gibt sie von allen australischen Schlangen die größte Menge Gift ab.

10. Die giftigste Schlange der Welt – der Inlandtaipan

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Der Inlandtaipan, der vor allem im Zentrum Australiens und in den Wüstengebieten zu finden ist, ist die giftigste Schlange der Welt. Sie hat einen schlanken Körper, kann bis zu drei Metern lang werden und hat eine hell- bis dunkelbraune Farbe, wobei der Kopf meist heller und gelblich-cremefarben ist.

Die Schlange ernährt sich von Ratten und Mäusen. Sie ist sehr scheu und versucht immer erst zu fliehen, bevor sie zubeißt. Ihr Gift ruft Schmerzen und Schwellungen, Übelkeit und Erbrechen hervor. Nach kurzer Zeit lähmt es das zentrale Nervensystem und zerstört die roten Blutkörperchen. Das führt zu Störungen bei der Blutgerinnung, des Bewusstseins bis hin zum Tod.

11. Die giftigste Zeckenart der Welt – die weiße Zecke

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Und natürlich hat Australien auch die giftigste Zeckenart der Welt, die weiße Zecke. Sie überträgt nicht wie die meisten Zecken Bakterien oder Viren, sondern gibt beim Blutsaugen Gift ab, das eine Lähmung auslösen kann. Die weiße Zecke hat dadurch bereits mehr Menschen in Australien getötet als andere Spinnen. Im Speichel der weißen Zecke befinden sich Neurotoxine, die Lähmungen auslösen.

Die ersten Anzeichen treten nach etwa 24 Stunden auf. Sie beginnen mit einem Kribbeln im Gesicht, an Händen oder Füßen. Dann kommt es sehr schnell zu Lähmungserscheinungen, die zuletzt auch die Atemmuskulatur betreffen und dann zu einem Atemstillstand und letztendlich zum Tod führen.